Abi2002ibAGymnasium im Schloß Wolfenbüttel
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Leistungskurs Kunst, Frau L.

Kursbericht Kunst-LK


An einem Tag im August 2000 fanden sich 18 (mehr oder weniger) künstlerisch motivierte Schüler und eine über alle Maßen motivierte Kunsterzieherin im Nebengebäude KU 1 ein. Weit abseits vom Hauptgebäude lernten wir schnell die Nähe zu ( oder "nach") Karstadt zu schätzen (" Wir müssen schnell mal was kopieren gehen...")
Entgegen der Behauptung einiger Nicht-Kunst-Lklern können wir im übrigen sagen, dass wir sehr auch wohl Unterricht gemacht haben. Obwohl wir es während unserer praktischen Arbeitsphasen allerdings auch geschafft haben, dass Frau L. uns nahe legte, doch wenigstens unsere Sachen rauszuholen, damit wir wenigstens den Anschein erweckten, etwas zu tun.

Schon zu Beginn wurde uns klargemacht, dass das Thema Stadt, insbesondere Wolfenbüttel ( wie spannend), sich durch unseren Unterricht und unsere Arbeiten ziehen sollte.
Im ersten Semester begannen wir mit der Analyse von Bildern, in denen wir keine, Frau L. dafür umso mehr Bedeutung sah. Besonders erwähnenswert ist auch noch der "Mario"-Kunsterziehungs-Film, in dem ein heißblütiger italienischer Michelangelo mit Schnauzer uns zeigte, wie man mit einem Bleistift Striche auf ein Blatt Papier zeichnet. (Danke Frau L., wir wissen, sie haben es nur gut gemeint.)

Im zweiten Halbjahr hieß unser Oberthema Architektur und wieder folgten Analysen. Wir mussten uns mit Brückenkonstruktionen und den ach so schönen Fachwerkhäusern Wolfenbüttels beschäftigen. Begriffe wir Träger-Ständer-Konstruktion, Bund- und Zwischenpfosten, sowie Anblattung und Verzapfung wird  uns wohl ewig im Gedächtnis bleiben.
Noch im selben Halbjahr befassten wir uns mit der schwierigen Aufgabe eine Brücke aus handelsüblicher Pappe und super-mega-extra-turbo-bonus starkem Kleber zu zaubern. Frau L. schlug mehrmals ihren Fixogum (oder so) vor; wir haben das hochgepriesene Angebot dankend abgelehnt.
Teilweise ergaben sich daraus aber niederschmetternde Ergebnisse, da die Brücke nicht nur durch ihre Leichtigkeit, sondern auch durch ihre Statik ( also 10 kg muss sie schon aushalten, sonst 00 Punkte) überzeugen sollte. Geweint hat aber entgegen Frau L. Befürchtungen niemand, wenn das Kunstwerk unter der Belastung zusammenbrach.

Das Semester 13.1 sollte sich der Gestaltung von Plakaten widmen. Eine besondere Herausforderung war dabei, dass wir zum Thema Hauptkirche ( eine Motivationsquelle mit unbegrenzten Möglichkeiten) ein  (OH GOTT) Abgabetermin, der sich nicht beliebig hinauszögern ließ, fest  einhalten mussten. Da wir unsere Ergebnisse bei einer in der Zeitung angekündigten "Vernissage" im besagten Gebäude vorstellen sollten. Abgesehen vom Aufbau Samstag morgen um 10Uhr und das auch noch in den Weihnachtsferien(!) und dem vorangegangen Gottesdienst ( nur wenige Kursteilnehmer ließen sich blicken), wurde es zu einem Erfolg, den Frau T. und Frau L. schienen mit unseren Ergebnissen sehr zufrieden zu sein.
Belohnt für unsere Mühen wurden wir mit einem von Frau L. spendiertem 5 Sterne-Luxusfrühstück. Wir staunten schon nicht schlecht beim Betrachten des Aufwandes und der Kosten, als wir hauchzarten Rauchschinken, luftgetrocknete Edelsalami, Obstsalate, gefüllte Eier, diverse Cappuccinosorten, verschiedene Müslis etc. aufgetischt bekamen. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank dafür!
Tja, nun stehen wir kurz vor dem Abi, spätestens hier sollten wir noch mal richtig arbeiten. Vor allem auch Theorie (bis zum Abwinken) wiederholen.
Bildanalysen sind nach wie vor unser Spezialgebiet, Frau L.: Was ist denn auf diesem Bild nicht zu erkennen?"
S.1: "Das Kind, was hinter der Ecke steht!"
S.2: "Häh, wo is denn da ein Kind???"
Nicht zu vergessen ist auch unsere Teilnahme an dem Entwurf des Logos für den Förderverein des Gymnasium im Schloß, für den Gewinner winkt ein Büchergutschein im Wert von € 50. Da zeigten einige dann doch echte Motivation.
Und obwohl es doch erstaunlich war, was in allen 4 Halbjahren so mancher in zwei Nächten vor Abgabetermin fertigbrachte und die Hände in Kunst eigentlich nie sauber bleiben, egal was und wie viel man eigentlich getan hat, so kann man doch sagen, dass wir alles in allem doch eine ganz lustige Truppe waren. Wobei die Auffassung von Humor bei den Kursteilnehmern doch sehr unterschiedlich war.
Tut uns leid Frau L., dass ihr Versuch uns Pünktlichkeit anzuerziehen nie wirklich geklappt hat, aber inzwischen sind wir doch alle vor acht da, wenn wir mal zu ersten haben...
Abschließend wollen wir uns noch bei Carolin S. für unser einzig wahres Kurstreffen bedanken, und sowohl ihr,als auch Alex T. und Julia H. die uns leider im Laufe der zwei Jahre verließen, viel Glück für die Zukunft wünschen.
Und Ihnen Frau L. wünschen wir natürlich auch alles Gute, vielleicht gelingt es Ihnen ja doch noch, sich von ihrem Kindheitstrauma zu lösen und ihre Schokoladenosterhasenphobie zu überwinden...