Ein chemischer Versuch?!

Versuch 1
Versuchsbeschreibung:
Sechs Schüler vom THG, vier vom Schloss und drei von der Großen Schule sollen in einem Raum fünf Stunden die Woche im Fach Chemie im Chemie-Hörsaal des Schlosses unterrichtet werden.
Versuchsaufbau:
Auf der Seite am Fenster sitzen nur Jungs vom THG und der einzige Junge vom Schloss, auf der Türseite sitzen nur Mädchen bis auf einen einzigen Jungen, der sich da aber ganz wohl fühlt.
Versuchsdurchführung:
Die Schüler werden sich selbst überlassen und es wird beobachtet, was passiert.
Versuchsbeobachtungen:
Die Schüler beschnuppern sich und finden nur sehr langsam zueinander. Nach einem dreiviertel Jahr haben sie sich aber fast so weit zusammen gefunden, dass man sie Kurs nennen kann. Leider haben diesen am Ende des ersten Jahres zwei Schloss-Schülerinnen verlassen, ihnen hat der Versuch nicht gefallen.
Versuchsdeutung:
Die Schüler scheinen alle Menschlichkeit gezeigt zu haben und auch die ersten Grenzen der verschiedenen Herkünfte überwunden zu haben.
Ergebnis:
Versuch geglückt! Die Schüler bilden nun einen netten Kurs!
Versuch 2
Versuchsbeschreibung:
Zu den dreizehn Schülern wird ein Lehrer gegeben.
Versuchsaufbau:
Der Lehrer steht im Raum vorne am Tisch oder bewegt sich im Raum.
Versuchsdurchführung:
Er unterrichtet die Schüler in Chemie, so dass die Schüler z.B. lernen, welche Atommodelle es gibt und dass Ester entstehen, wenn Alkohol und Säure miteinander reagieren. Außerdem versucht er in wichtigen Lebensfragen zu helfen, indem er Beispiele aus seiner Bundeswehrzeit zum Besten gibt. Aber auch die Schüler dürfen ihm manchmal helfen, ihm z.B. erklären, wie ein Handy funktioniert und dass es im Joker gar nicht so schlimm ist.
Versuchsbeobachtungen:
Schüler und Lehrer müssen sich erst beschnuppern, gewöhnen sich aber schnell aneinander. So kann der Unterricht auch durch die ein oder andere Geschichte (fast immer zum Thema passend) oder auch durch das Telefonieren im Unterricht aufgelockert werden und es werden sogar Kurstreffen veranstaltet, die jedes Mal in angenehmer Atmosphäre verbracht werden.
Versuchsdeutung:
Auch der Lehrer hat viel Menschlichkeit gezeigt und es den Schülern leicht gemacht, sich an die neue Situation (wie Kursstufe und viele neue Menschen) zu gewöhnen. Die Schüler waren damit einverstanden.
Ergebnis:
Auch hier ist der Versuch gelungen und die Deutung ist richtig!!!
Versuch 3
Versuchsbeschreibung:
Da der Kurs ein Koop-Kurs ist, soll er montags immer um 7.35 Uhr beginnen. Die Schüler vom THG und von der Großen Schule müssen ihre Schulen noch rechtzeitig zur zweiten Stunde erreichen.
Versuchsaufbau:
Der Lehrer erscheint um 7.30 Uhr und schließt den Raum auf. Einige Schüler warten schon.
Versuchsdurchführung:
Der Lehrer steht um 7.35 Uhr an seinem Tisch und wartet darauf, dass die Schüler nun endlich zum Unterricht kommen.
Versuchsbeobachtungen:
Zum vereinbarten Zeitpunkt sind höchstens 50% der Schüler anwesend.
Versuchsdeutungen:
Der Versuch scheint nicht zu glücken. Die inneren Uhren der Schüler scheinen anders zu gehen als sie eigentlich sollten.
Ergebnis:
Einige Schüler haben es bis zum Ende des 4. Semesters nicht gelernt, wann die Schule montags anfängt. Dafür hat der Lehrer viele tolle Ausreden fürs Zu-spät-kommen gehört. Der Versuch ist also nicht geglückt!
Versuch 4
Versuchsbeschreibung:
Die Schüler sollen selber Versuche durchführen, z.B. Ester herstellen und dann erkennen, wonach diese riechen oder auch das titrieren von Natronlauge scheint dem Lehrer sehr zu gefallen. Das dürfen die Schüler SEHR oft machen. Sie machen aber auch Versuche, die im Alltag nützlich sein können, do dass sie Seife oder Margarine selber herstellen.
Versuchsaufbau:
Die Schüler stehen im Experimentierraum.
Versuchsdurchführung:
Die Schüler stellen sich in kleinen Gruppen im Experimentierraum auf und suchen die Utensilien (inzwischen kennen sie den Unterschied zwischen Bürette und Pipette) zusammen.
Versuchsbeobachtungen:
Es herrscht allgemeine Verwirrung, weil die Schüler nicht so recht wissen, womit sie arbeiten sollen und wie sie verschiedene „Instrumente“ bedienen sollen.
Versuchsdeutungen:
Anscheinend hatten die Schüler Spaß an den Versuchen, nur die Titrationen haben sie viel zu oft machen müssen.
Ergebnis:
Versuch teilweise geglückt, da die Experimente nicht immer das richtige Ergebnis lieferten. Aber Lehrer stand immer mir Rat und Tat zur Seite.
Versuch 5
Versuchsbeschreibung:
Die Noten sollen am Ende des Schuljahres gegeben werden.
Versuchsaufbau:
Der Lehrer steht mit seinem Notenbüchlein und einem kleinen Bleistift in der Hand vor den Schülern.
Versuchsdurchführung:
Der Lehrer geht seine Liste durch fragt die Schüler nacheinander, wie sie sich einschätzen würden. Danach gibt er dann die Zeugnisnote.
Versuchsbeobachtungen:
Die Noten führen manches Mal zur Freude oder Erheiterung. Die Schüler schätzen sich meist richtig ein, nur sehr selten machen sie sich schlechter.
Versuchsdeutung:
Der Lehrer scheint fair zu sein, die Noten sind gerecht und im Zweifelsfall wird für den Angeklagten (den Schüler) entschieden.
Ergebnis:
Die Deutungen sind 100%ig richtig!!
Die Schüler, das waren wir: Andreas, Dominik, Christian, Nicole, Jörg und Erik vom THG, Janine, Helena und Jan von der Großen Schule und Marius und Anja (und in der 12. auch noch Katharina und Pamela) vom Schloss.
Dankeschön, Herr N. für zwei angenehme, lehrreiche und unterhaltsame Jahre!!!