Abi2002ibAGymnasium im Schloß Wolfenbüttel
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Leistungskurs Deutsch, Frau S

Gegenstand der Ausführungen ist die Analyse des Deutsch-Leistungskurses von Frau S., bestehend aus unserer „Oberbefehlshaberin“ Frau S. und 16 SchülerInnen (1 Mädchen und 2 Jungen vom THG). Im Folgenden werden die Erlebnisse dieses Kurses in den letzten zwei Jahren herausgearbeitet und an den vier Semestern belegt. Außerdem wird dargestellt, inwiefern diese Erfahrungen den Kurs weitergebracht haben, aber auch, ob man ab und an eine kleine Kritik anbringen könne.

Zu Beginn von 12.1 waren alle SchülerInnen hochmotiviert, was allerdings zum Ende von 13.2 leicht abnahm. Dies ist aber auf den Abi-Stress zurückzuführen, denn trotz mancher Leistungstiefs war der LK stetig bemüht, Frau S. Gunst an sich zu reißen. Manch einer warf auch mal mit Fremdwärtern (z. B. explizit) um sich, war Marius und Martin, die einzigen beiden Jungen im Kurs, regelmäßig erstaunte.

Die Problematik der deutschen Sprache und ihrer Literatur zeigte sich deutlich in 12.2, als die Facharbeit anstand. Der Kurs bekam eine gewisse Strenge bei den Korrekturen zu spüren, da Frau S. Augen nicht entgehen konnte. Ob es an der Trauer darüber, dass niemand „ihren“ Fabian lesen und bearbeiten wollte, lag, bleibt bis heute ungeklärt.

Der Kurs konnte jedoch nicht alle Lektüren so einfach von sich weisen, wie den Fabian. Während viele Lektüren, wie Faust, Das Parfum oder Nathan der Weise allgemeinen Anklang fanden, kam es durchaus zu großen Abneigungen gegen Goethes Werther; Martina verlieh ihren negativen Gefühlen regelmäßig in den Deutschstunden Ausdruck.

Trotz des Drucks und der nervlichen Belastungen aufgrund der Lektüren hat Frau S. immer bestens für ihre „Schützlinge“ gesorgt, zum einen was das primäre Bedürfnis der Nahrungsaufnahme angeht, zum anderen auf der kulturellen Ebene. So hat Frau S. uns zu Klausuren immer mit Essen und Trinken ausgestattet, auch die lustigen Kurstreffen bei ihr zu Hause sind nicht außer Acht zu lassen. Auf der kulturellen Ebene stehen dagegen viele Theaterbesuch, die zum Teil freiwillig geschahen, andere notgedrungen sein mussten. Während Herr Puntila und sein Knecht Matti auf fast alle Gesichter ein Lächeln zaubern konnte, wären bei Emilia Galotti am liebsten alle schon in der Pause geflohen.

Wie bereist erwähnt, wird Frau S. als „Oberbefehlshaberin des Kurses, nein, der ganzen Schule betitelt, natürlich nur, wenn Frau T. nicht im Haus ist. Auch wenn Frau S. nicht ganz so hochgewachsen ist und Marius ihr immer helfen musste, den Fernseher in Raum 110 zu bedienen, haben wir dennoch immer zu ihr aufgeschaut. Das heißt aber nicht, dass sie sich wie eine extrem autoritäre Person verhalten hat. Nein, sie war einfach so. Auch ihren kleinen Wutausbruch, der eigentlich gar keiner war, nahmen wir deshalb als selbstverständlich hin, während sie sich dafür entschuldigte.

Auch wurde immer wieder deutlich, dass Frau S. die Perfektion, aber auch den Schick einer Französin an den Tag legte.

Infolge des perfekt vorbereiteten Unterrichts sind wir nun in der Lage, in explizitem Deutsch allen Geschehnissen und Gefühlen angemessen Ausdruck zu verleihen, die uns und unser Leben bewegen.

Auch wenn diese Art der Analyse vielleicht nicht ganz den erlernten Standards entspricht: Vielen Dank für die zwei wunderbaren Jahre, Frau S.!

Aber eins noch (Sie mögen es uns verzeihen): WIR HABEN FERTIG!!!