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Kursfahrt Prag

Mit verschlafenen Augen und ausgesprochen pünktlich, bis auf eine Ausnahme, fanden sich der Mathe-Lk, Abkömmlinge des COOP-Kurses Geschichte und zwei Mitglieder des Chemie-Lk’s um 7:00 MEZ am Braunschweiger Hbf ein um eine verheißungsvolle Fahrt nach Prag zu starten. Nachdem alles Umsteigen hinter uns lag und die ersten Leidensgenossen die Müdigkeit vom Wochenende überwunden hatten versuchten sie den Rest durch ihre ausgesprochen gute Laune und Stimmung etwas zu ermuntern. Die ersten alkoholischen Getränke wurden genossen und es wurde ein Schlagerlied nach dem anderen angestimmt, wobei P. und Melanie wohl die unumstrittenen Stimmungskanonen waren. Was konnte jetzt eigentlich noch Schlimmeres  passieren? Aber falsch gedacht, als dann plötzlich der Bundesgrenzschutz aufmarschierte: Jeder hatte seinen Ausweis dabei... oder doch nicht? Nein, denn Tanja besaß ein solches Dokument ja schließlich nicht  (nur einen jugoslawischen ) und holte mit einem Siegeslächeln ihr Visum hervor. Aber was nun, der Beamte wollte sie doch prompt nicht annehmen und auch jegliche Überredungskünste und Erklärungen halfen nichts. Man verstand ihn ja nicht einmal, bzw. er uns nicht. Tanja ließ ihn eiskalt abblitzen, bis er schließlich aufgab. Geschafft! Doch das Schlimmste lag noch vor uns; als ob die Kofferschlepperei auf den Bahnsteigen nicht genug sei, nein, wir mussten mit Sack und Pack und geführt von Jaroslav, durch ganz Praha latschen um zu unserem Hotel zu gelangen. Metrostation Ceskomoravska: die Hoffnung auf eine friedliche Erholung im Bett stieg, doch wo waren wir hier gelandet? Ein verlassenes Industriegelände lag vor uns! Aber wir folgten mit großem Murren und Stöhnen, plötzlich erstreckte sich vor uns inmitten der alten Fabrik ein rotgestrichenes Gebäude; unsre Unterkunft! Aber wir akzeptierten um der Erholung Willen. Nach dem ersten Rundgang mit unserem Pink-Fanta-Führer Jaroslav stürzten sich die ersten in die Prager Restaurant-Welt und anschließend in den ersten Alkoholrausch (eine 18er Runde). An den nächsten Tagen wurde viel gelaufen durch die Prager Altstadt, die Prager Burg und weiteren Orten zu denen wir aber noch kommen werden. Am Dienstag beschloss eine Gruppe Irrer in den Laser-Dome zu gehen, P. ließ sich als einziges Mädchen überreden bei diesem Ballerspiel mitzuwirken, allerdings kannte sie weder Regeln noch Funktionen des Spiels. Nach 20 Minuten Rumgeballerei stand, wider Erwarten aller, Daniela P. auf dem ersten Platz und war somit Sieger des ganzen Spiels. (Es wird gemunkelt, dass sie sich immer nur versteckt habe).Trotzdem waren doch alle so begeistert, dass die Tour in den Laser-Dome  noch einige Male wiederholt wurde (oder wollten sie nur Revanche?). Doch auch Tanja kam letztendlich auf den Geschmack, wo sie auch ihren Spitznamen   “Lara Croft“  her hat.  An diesem Abend machten sich fast alle auf den Weg in das Nachtleben Prags und wurden fündig! Viele kamen erst am frühen morgen nach Hause. Umso verwunderlicher war es, dass Sexgöttin Kerstin und P. schon am frühen morgen wieder joggen waren. („Ihr seid ja total krank!“) Der Mittwochabend verlief ähnlich: Aber diesmal machten sich viele auf den Weg in den Musikklub, wobei Melanie und P. uns wohl die angesagteste Diskothek nahe der Karlsbrücke zeigten! Und... alle waren begeistert, es wurde getanzt bis in den frühen Morgenstunden und auch als die letzten drei nach Hause kamen war es schon fast wieder Zeit aufzustehen. Die Busfahrt nach Theresienstadt war eine einzige Ansammlung  von  Schlafenden, die sich auch nach einem waghalsigen Überholmanöver nicht aus ihren Träumen reißen ließen. An diesem Tag musste Kerstin uns leider verlassen, da sie an den deutschen Meisterschaften im Triathlon teilnehmen musste. Mit Sack und Pack saß sie mit uns im Bus auf dem Weg nach Lidice, als plötzlich: “Scheiße! Ich habe meinen Perso im Hotel vergessen!!“ Die Sache war gelaufen! Also, sie mit dem Taxi zurück ins Hotel, Perso geholt zum Flughafen und ab Richtung Deutschland mit dem Privatjet! Der Freitag war die Härteprobe für jeden, die Stadtführung auf den Spuren von Kepler, Brahe usw. war das Aus. Der größte Teil schlief schon im Gehen ein und am Nachmittag traf man niemanden auf den Fluren des Hotels. Aber am Abend war jeder Fit für die Geistertour durch Praha, die in gewisser Weise doch lustig und amüsant war, danach das gemeinsame Essen mit Jaroslav und Freundin

(man hatte sich nach langen Diskussionen am Vortag auf ein Restaurant geeinigt). Die Nacht wurde mit reinfeiern in den Geburtstag von Björn-Arne und Dirk und mit natürlich einer Menge billigem Bier über die Runden gebracht. Am nächsten morgen verließ man schnell die Zimmer und verabschiedete sich mit einer Menge Pink-Fanta von Jaroslav, unserm Reiseführer. An die Zugfahrt erinnert man sich kaum, es wurde meist geschlafen! Anschließend ist wohl zu sagen, dass, obwohl man manchmal einige verloren hatte, da sie „etwas“ besorgen wollten (man munkelt und sagt doch nichts J und schließlich fanden  die Zöllner im Zug ja auch nichts...) und alle durch ihre nächtlichen Aktivitäten erschöpft waren, Prag eine Stadt voller Ambrosia („Sexgöttinen“) ist und wir sehr viel Spass hatten. Aber vor allem danken wir Herrn St. und Herrn N., die es mit uns ausgehalten haben und für jeden Spass zu haben waren!